Weniger kaufen – mehr Leichtigkeit

Was mein Selbstversuch mit Ordnung zu tun hat

Es ist November 2018.

Ich lese einen Artikel von einer Redakteurin, der mich sofort fasziniert.

Ihr Selbstversuch: Ein Jahr lang nichts kaufen.

Keine Kleidung.

Keine Schuhe.

Keine Deko.

Nichts.

Nur das, was wirklich im Alltag notwendig ist – Lebensmittel oder Kosmetik zum Beispiel.

Ich finde das unglaublich spannend.

Und irgendwie lässt mich der Gedanke nicht mehr los:

Was wäre, wenn ich das auch einfach mal ausprobieren würde?

Ein Jahr lang nichts kaufen

Am nächsten Tag gehe ich durch meine Wohnung.

Ich schaue in meinen Kleiderschrank.

  • Sommerkleidung
  • Winterkleidung
  • Schuhe
  • Jacken

Alles ist da.

Eigentlich sogar viel mehr, als ich brauche.

Und plötzlich denke ich:

Warum eigentlich nicht?

Also setze ich mich hin und schreibe mein Vorhaben auf.

Mein Versprechen an mich selbst:

Ein Jahr lang werde ich nichts kaufen.

Ich habe damals keine Ahnung, wie schwer oder leicht mir das fallen würde.

Und aus dem geplanten einen Jahr werden am Ende sogar anderthalb Jahre.

Was mich bis heute erstaunt:

Es ist mir erstaunlich leicht gefallen.

Viel leichter, als ich gedacht hätte.

Zwei kleine „Notfälle“

Ganz ohne Ausnahmen ging es dann allerdings doch nicht.

Ich bin damals jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren – bei Wind, Regen und Kälte.

Und irgendwann wurde es wirklich richtig kalt.

Ich habe mir eine Thermohose gekauft.

Und eine Mütze musste her, denn meine hatte ich im Zug verloren.

Das war’s.

Diese beiden Dinge waren tatsächlich die einzigen Ausnahmen.

Aber genau während dieser Zeit habe ich etwas Wichtiges über mich selbst gelernt.

Warum kaufen wir eigentlich?

Ich habe gemerkt, wie oft ich früher Dinge gekauft hatte, ohne sie wirklich zu brauchen.

Hier ein kleiner Frustkauf.

Dort eine Belohnung nach einem anstrengenden Tag.

„Ach, das gönne ich mir jetzt einfach.“

„Ah, dass sieht aber chic aus.“

Du kennst dieses schöne Gefühl vielleicht auch:

Etwas Neues besitzen.

Etwas Schönes nach Hause bringen.

Sich selbst eine kleine Freude machen.

Doch dieses Gefühl hält meistens nicht besonders lange an.

Und während meines Selbstversuchs wurde mir bewusst:

Ich muss nichts kaufen, um mir etwas Gutes zu tun.

Ich brauche auch nicht ständig etwas Neues.

Das war eine spannende Erkenntnis.

Denn plötzlich wurde mir klar, dass hinter manchem Kauf gar nicht das Bedürfnis nach diesem Gegenstand steckte.

Vielleicht wollte ich mich belohnen.

Vielleicht hatte ich einen schlechten Tag.

Vielleicht wollte ich mich einfach kurz besser fühlen.

Und manchmal war das Produkt nur die Antwort auf ein ganz anderes Bedürfnis.

Nicht nur mein Zuhause wurde leichter

Einer der schönsten Nebeneffekte meines Selbstversuchs aber war:

Ich habe unglaublich viel Geld gespart.

Das Geld, das ich sonst wahrscheinlich Stück für Stück ausgegeben hätte, habe ich stattdessen zur Seite gelegt.

Und irgendwann wurde mir bewusst:

Es ist nicht nur mein Zuhause, das leichter geworden ist.

Auch mein Kopf wurde freier.

Seit diesem Selbstversuch schaue ich anders auf Konsum.

Heute frage ich mich vor einem Kauf:

Brauche ich das wirklich?

Wird es mir langfristig einen echten Nutzen bringen?

Oder möchte ich gerade einfach etwas Neues?

Kaufe ich aus einem echten Bedürfnis heraus?

Oder möchte ich mich belohnen, trösten oder ablenken?

Ich finde diese Fragen unglaublich hilfreich.

Nicht, weil ich heute gar nichts mehr kaufe.

Sondern weil ich bewusster entscheide.

Warum ich dir meine Geschichte erzähle?

Vielleicht fragst du dich jetzt, was mein persönlicher Selbstversuch mit Ordnung zu tun hat.

Für mich sehr viel.

Denn wenn wir unser Zuhause dauerhaft entlasten möchten, reicht es nicht, immer wieder auszumisten.

Wir müssen irgendwann auch den Zufluss anschauen.

Denn sonst passiert genau das:

Wir schaffen Platz.

Und füllen ihn anschließend wieder.

Wir sortieren den Kleiderschrank aus und kaufen neue Kleidung.

Wir schaffen Ordnung im Badezimmer und bringen neue Produkte mit nach Hause.

Wir leeren Schubladen und irgendwann sind sie wieder voll.

Genau deshalb habe ich dir diese Geschichte von mir erzählt.

Weil ich selbst erlebt habe, was passieren kann, wenn wir unseren Konsum einmal ganz bewusst beobachten.

Nicht, weil ich heute alles richtig mache.

Nicht, weil ich dir sagen möchte, dass du nichts mehr kaufen sollst.

Sondern weil dieser Selbstversuch meinen Blick auf die Dinge verändert hat.

Und vielleicht bringt er auch dich dazu, deinen eigenen Konsum einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Mein kleiner Impuls für dich

Du musst keine Nichts-Kaufen-Challenge machen.

Du musst auch nicht anderthalb Jahre auf Shopping verzichten. 😉

Sei einfach einmal neugierig auf dich selbst.

Wenn du das nächste Mal etwas in deinen Warenkorb legst, halte kurz inne und frag dich:

„Was ist es eigentlich, das mich gerade zum Kaufen bewegt?“

Vielleicht brauchst du den Gegenstand wirklich.

Vielleicht wird er dein Leben bereichern.

Vielleicht stellst du aber auch fest, dass du gerade ein ganz anderes Bedürfnis hast.

Und vielleicht entdeckst du dabei etwas Spannendes über dich selbst.

Vielleicht stellst du irgendwann fest:

Ich brauche gar nicht so viel, um mich wohlzufühlen.

Und genau das kann ein unglaublich befreiendes Gefühl sein.

Denn Ordnung entsteht nicht nur dadurch, dass wir weniger besitzen.

Sie entsteht auch dadurch, dass wir bewusster entscheiden, was überhaupt noch in unser Zuhause einziehen darf.

Den vergiss nicht:

Ordnung macht glücklich. 🍀

Wenn du jetzt beim Lesen merkst, dass du dir genau dabei Unterstützung wünschst, begleite ich dich gerne auf deinem Weg zu einer Ordnung, die wirklich zu dir und deinem Alltag passt.

Gemeinsam schauen wir nicht nur darauf, was gehen darf, sondern auch darauf, wie du dauerhaft mehr Leichtigkeit in dein Zuhause bringst.

👉 Nimm Kontakt zu mir auf und erfahre mehr über mein 1 : 1 – Ordnungscoaching.